Sonntag, 03. Juli 2011 09:09

Rennbericht 02.07.2011 Sulgen

Schweizer Fahrer dominieren auf ihrer Hausstrecke

IMG_4684Keine Überraschung ist es, was die zahlreichen Zuschauer von den Akteuren auf der Sulgener Kartbahn zu sehen bekommen. Die "Hausherren" Roger Eichelberger, Adi Huser und Andreas Bannwart beherrschen wieder einmal ihre Kollegen nach Belieben.

In der Qualifikation kann sich in Rennen 1 der Rookies Adi Huser vor Roger Eichelberger zwar noch auf die Pole Position setzen, das Ziel erreichen die Beiden jedoch in umgekehrter Reihenfolge. Doch der Reihe nach.
Huser und Eichelberger können trickreich bereits in der Einführungsrunde den Drittplatzierten Nico Tsivitsiaris ausspielen. Schon am Start fliegen die beiden Ersten Rad an Rad über die Linie. Tsivitsiaris weist schon jetzt einen Rückstand von drei Kartlängen auf. Neuling Thomas Frankenstein aus Friedrichshafen, der sich überraschenderweise gleich auf den fünften Startplatz katapultieren konnte, zeigt im Rennen aber Nerven und tuschiert schon in der ersten Runde die Mauer eingangs der Zielgerade. Normalerweise würde das jetzt eine Zeitstrafe nach sich ziehen. Die Rennleitung zeigt sich aber gnädig mit dem Neuling und verzichtet darauf.
In Runde 2  erfolgt dann der Positionstausch zwischen den beiden Erstplatzierten, der bis zur Zielflagge auch nicht mehr in Frage gestellt wird. Dahinter geht es umso mehr zur Sache. Gleich vier Karts sind in Runde 6 in einen Massencrash verwickelt, können das Rennen aber allesamt wieder aufnehmen. Der als Vierter gestarteter Kai Rietschle kann auf den Drittplatzierten Tsivitsiaris immer mehr aufschließen und setzt diesen schließlich gewaltig unter Druck. Erst aber bleiben die Angriffe erfolglos. Rietschle scheint zwar etwas schneller zu sein, Tsivitsiaris kann ihn aber gut in Schach halten. Doch ein winziger Fehler genügt und Rietschle schnappt sich in Runde 15 den vor ihm Fahrenden und ist damit neuer Dritter. Der Schweizer Tsivitsiaris scheint plötzlich zu schwächeln und gestikuliert wild, als 2 Runden später auch noch Thomas Frankenstein an ihm vorbei stürmt, der ebenfalls eine tolle Aufholjagd hinter sich hat. Auch Kai Rietschle kann ihn wenige Runde vor Schluss noch passieren.
Den Sprung auf das Podium erkämpfen sich schließlich die beiden Schweizer Eichelberger und Huser vor dem Deutschen Frankenstein.


Andreas Bannwarts vierter Sieg in der IBK-Meisterschaft

Wie bereits im Rennen zuvor machen Schweizer Fahrer die erste Startreihe unter sich aus. Endlich schafft es Adi Huser auf die Pole Position zu fahren, dieses Mal vor Dauersieger Andreas Bannwart. Mit Dominik Osrainig kann ein Österreichischer Fahrer allerdings das Tempo im Qualifiing mitgehen. Doch den Start verschläft auch er als Drittplatzierter total. Huser und Bannwart setzen sich gleich ab, während um Platz 3 Osrainig, Frankenstein und Hehl kämpfen. Nach einem missglückten Überholmanöver fällt da aber Frankenstein erst einmal mehrere Plätze zurück. Vorne kämpfen wiederum rundenlang die beiden Führenden verbissen um Platz 1 und dahinter Osrainig und Hehl um Platz 3. Frankenstein kann auch wieder einen Platz gut machen und geht an dem Deutschen Brodel vorbei, der  im Laufe des Rennens auf seiner ihm neuen Strecke doch mit gewaltigen Schwierigkeiten hadert, so zum Beispiel mit einer Zeitstrafe wegen diverser Vergehen.
In Runde 9 kann Bannwart nach lang anhaltendem Bedrängen endlich an Huser vorbei gehen. Allerdings kann dieser den Anschluss eine Zeit lang mühelos halten. Mit einem recht eigenwilligen Fahrstil macht Frankenstein währenddessen auf sich aufmerksam. Was gar nicht so schnell aussieht, lässt den Zuschauer mit dessen enormen Vorwärtsdrang eines Besseren belehren. Schon bald findet dieser gar Anschluss an die beiden Fahrer, die um Platz 2 fighten. In diesem Dreikampf übertreibt es Frankenstein aber und dreht  eingangs der Startgerade den vor ihm Fahrenden Hehl um. Glücklicherweise kommt er dafür mit einer Verwarnung davon. Andere haben da weniger Glück und bekommen eine richtig weh tuende Zeitstrafe aufgebrummt. Diese Fahrer haben aber mit den vorderen Platzierungen nichts zu tun. Doch dann erwischt es doch noch Frankenstein mit einer solchen Zeitstrafe. Diese wirft ihn gegen Rennende endgültig auf die sechste Position zurück. Das Rennen gewinnen schließlich Andreas Bannwart vor Adi Huser und Dominik Osrainig.

Ergebnistabelle Rennen 1 ROOKIES

Platz Name, Vorname Wohnort Land Runden / Rückstand [s] Bestzeit [s] Punkte
1 Eichelberger, Roger
Gossau
CH 40 Rd. 34,097 10
2 Huser, Adi Schönenberg CH 39 Rd. 34,755 8
3 Frankenstein, Thomas Friedrichshafen D 38 Rd. 35,197 6
4 Rietschle, Kai Isny D 38 Rd. 35,386 5
5 Tsivitsiaris, Nico Uznach CH 38 Rd. 35,570 4
6 Scquizzato, Stefano Eschlikon CH 37 Rd. 35,659 3
7 Grabowski, Rafael Lindau D 37 Rd. 35,735 2
8 Brüschweiler, Claudio Weinfelden CH 37 Rd. 36,137 1
9 Gierer, Benjamin Lindau D 36 Rd. 35,690 0
10 Brüschweiler, Fabian Sulgen CH 36 Rd. 35,682 0

Ergebnistabelle Rennen 1 PROFESSIONALS

Platz Name, Vorname Wohnort Land Runden / Rückstand [s] Bestzeit [s] Punkte
1 Bannwart, Andreas St. Gallen CH 40 Rd. 34,306 10
2 Huser, Adi Schönenberg CH 39 Rd. 34,402 8
3 Osrainig, Dominik Dornbirn A 39 Rd. 34,807 6
4 Hehl, Sven Kreuzlingen CH 38 Rd. 34,680 5
5 Samardzic, Sanel Winterthur CH 38 Rd. 35,165 4
6 Frankenstein, Thomas Friedrichshafen D 38 Rd. 34,500 3
7 Shkodran, Krasniq N.N. CH 36 Rd. 36,816 2
8 Brodel, Eugen Baindt D 36 Rd. 35,234 1
9 Bürgi, Sandro N.N. CH 36 Rd. 37,010 0
10 Riedel, Maximilian Kaufbeuren D 35 Rd. 35,204 0
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