Samstag, 10. Dezember 2011 13:20

Rennbericht 19.11.2011 WKM Bad Mergentheim

1. Lauf zur 5. Württembergischen Kartmeisterschaft 2011/2012

20111119_startAm 19. November startete die WKM auf dem Burgparkring in Bad Mergentheim nach exakt 357 Tagen Pause in ihre 5. Saison. Als Titelverteidiger ging der zuletzt sehr dominante Sebastian Oettel ins Rennen.

Er konnte vergangenes Jahr seinen Titel aus 2009 erfolgreich verteidigen. Die erneute Titelverteidigung verhindern wollen Jens Bönisch und die beiden Altmeister Christian Schorradt (2008) und Patrick Reinhardt (2007). Neu dabei war Mike Fabry vom Racing Team Stuttgart. Fabry gewann in souveräner Manier die Internationale Bodensee-Kartmeisterschaft IBK und muss daher auch in der WKM zum engsten Favoritenkreis gezählt werden. Das Starterfeld wurde von Fabrys Teamkollegen Timo Marczinski, Jens Schindler und Daniel Walz komplettiert. Außerdem mit dabei war ein alter Bekannter mit neuem Namen: der 3-fache Rennsieger Marcel Kunze gab bei seinem Gastrennen als Marcel Oertel wieder Vollgas.

Das 18. Qualifying der WKM sollte zugleich das engste der bisherigen WKM-Historie werden; von den 9 teilnehmenden Karts positionierten sich die ersten 7 binnen 68 hundertstel Sekunden. Die Poleposition sicherte sich Timo Marczinski vor Sebastian Oettel und Jens Bönisch.

Rennen 1 startete ohne große Reibereien in das Kurvengeschlängel nach der langgezogenen Start-Ziel-Rechtskurve. Oettel verlor auf der Außenbahn einen Platz, und Reinhardt ließ sich in Durchlauf 2 von Schorradt überrumpeln. Nach anschließendem Zweikampf rutschte Schorradt in der Knochenbrecherkurve in die Streckenbegrenzung und musste Reinhardt so wieder passieren lassen. Im weiteren Verlauf gab es im Verfolgerduell um Rang 3 packende Kämpfe zwischen Oettel, Reinhardt und Bönisch. Oettel konnte aufgrund eines hängenden Gaspedals dem Duo Marczinski und Fabry an der Spitze nicht folgen. Marczinski gewann Rennlauf 1 hauchdünn vor Mike Fabry und über 20 Sekunden vor dem Rest des Feldes.

Rennen 2 bot dann einiges mehr an Spannung und Dramatik. Jens Schindler wechselte zwischen den Rennen auf das Reservekart. Dies sollte sich später als ausgezeichnete Wahl erweisen. Schorradt wiederum wechselte nach Gripproblemen in Rennen 1 auf das Kart von Schindler. Die Gangart im Starterfeld wurde nun um einiges ruppiger. In Runde 6 drehte sich der in Führung liegende Bönisch beim Anbremsen in Kurve 1. Reinhardt und Marczinski konnten ihre Linie nicht halten und kamen ebenfalls zum Stehen. Oettel setze sich so erstmals an die Spitze. Großer Profiteuer dieser Kollision war auch der von P8 gestartete Schindler, er setze sich so hinter Fabry auf Rang 3. In Runde 17 verlor Schorradt beim Anbremsen auf die Knochenbrecherkurve die Kontrolle über sein Kart. Auf gerader Strecke kam das Heck um 180° und Schorradt prallte mit beinahe voller Geschwindigkeit rückwärts in die Mauer. Schorradt konnte das Rennen anschließend fortsetzen und mit 2 Runden Rückstand beenden. In Runde 35 – zu diesem Zeitpunkt führte Fabry vor Schindler – touchierte Schindler in der Haarnadel vor Start-Ziel seinen Teamchef Fabry und zwang diesen so in einen Dreher. Schindler konnte Rennen 2 somit als erster beenden, bekam im Anschluss aufgrund dieser Aktion jedoch eine Zeitstrafe von 10 Sekunden. Fabry wurde daher als Rennsieger gewertet. Ebenfalls eine 10-sekündige Zeitstrafe bekam Timo Marczinski, da dieser nach einigen Schubsern im Verlaufe des Rennens Patrick Reinhardt in der vorletzten Runde dann doch noch von der Strecke schoss.

Am 14. Januar feiert die WKM Prämiere im badische Keltern. Die Meisterschaftsrennen 5 und 6 werden am 31. März in Bad Rappenau ausgetragen, welches somit erstmals nicht den Saisonabschluss bilden wird. Denn das Finale am 12. Mai wird diesmal bei Planet Kart in Mannheim ausgetragen. Die Strecke überzeugte bereits 2008 und 2010 mit der Steilwandkurve und den beiden Unterführungen.

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